Sönke Rix Bundestagsabgeordneter für den Kreis Rendsburg-Eckernförde


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Jugendfreiwilligendienste

Die gesetzlich geregelten Jugendfreiwilligendienste sind bei jungen Menschen zwischen 16 und 27 sehr beliebt. Rund 25.000 Jugendliche haben im letzten Jahr einen Freiwilligendienst absolviert. Sowohl das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) als auch das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) sind bei Schulabgängern und Schulabgängerinnen in so einem hohen Maße begehrt, dass es nicht genügend Plätze für alle Bewerber gibt.

Das zu ändern ist eine Aufgabe, die sich meinen Kolleginnen und Kollegen aus dem Familienausschuss und mir stellt. Wir möchten, dass möglichst alle, die ein FSJ oder FÖJ absolvieren wollen, dies auch tun können. Doch nicht nur die Zahl der Freiwilligendienstplätze wollen wir ausbauen, sondern auch die Qualität. Deshalb hat der Bundestag z.B. im Februar des Jahres 2008 das neue Gesetz zur Förderung von Jugendfreiwilligendiensten verabschiedet.

Mit diesem Gesetz haben wir die Rahmenbedingungen für die Freiwilligendienste verbessert. Bei der Neuregelung stand vor allem der Nutzen für die Teilnehmer im Mittelpunkt. So werden in Zukunft zum Beispiel Lernziele vereinbart. Damit wollten wir erreichen, dass die Freiwilligen nicht nur als billige Arbeitskräfte herhalten, sondern etwas für ihre Zukunft lernen. Zusätzlich dazu wurde die Zahl der Seminartage erhöht, wenn der Freiwilligendienst länger als ein Jahr absolviert wird. Außerdem ist es jetzt möglich, ein FSJ oder FÖJ als so genannten Kombinationsdienst in Blöcken im In- und Ausland abzuleisten.

Eine Studie über die Jugendfreiwilligendienste hat gezeigt, dass nur eine bestimmte Zielgruppe von einem FSJ oder FÖJ profitiert. Meistens sind es nämlich gut situierte und gut ausgebildete junge Frauen und Männer, die einen Freiwilligendienst absolvieren. Das wollen wir ändern. Deshalb setzt die SPD-Fraktion sich dafür ein, dass mehr benachteiligte junge Menschen und Jugendliche nichtdeutscher Herkunft ein FSJ oder FÖJ absolvieren. Gerade für diese Jugendlichen ist ein FSJ oder FÖJ eine Möglichkeit, wichtige fachliche und soziale Fähigkeiten zu erlangen. Freiwilligendienste stärken Selbständigkeit, Selbstbewusstsein sowie die Eigenverantwortung und das Bewusstsein, auch für andere Menschen Verantwortung zu übernehmen. Genau wie der Zivildienst sind Freiwilligendienste so nicht nur für die Jugendlichen, sondern für die gesamte Gesellschaft ein Gewinn.

Aus dem SPD-Wahlprogramm: "Freiwilliges Engagement fördern: Die Jugendfreiwilligendienste sind eine besondere Form des bürgerschaftlichen Engagements und ein Bildungsjahr. Wir werden die Jugendfreiwilligendienste stärken. Mittelfristig wollen wir allen Jugendlichen, die ein Freiwilliges Ökologisches Jahr oder ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren wollen, einen Platz anbieten. Einen allgemeinen Pflichtdienst für junge Frauen und Männer lehnen wir ab."


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Nachbesserungen beim Bundesfreiwilligendienst dringend notwendig

28.02.2012
Unser Dank gehört in erster Linie den Trägern und den Freiwilligen. Rund 35.300 konnten in den Bundesfreiwilligendienst vermittelt werden, etwa genauso so viele wie in die bewährten Freiwilligendienste FSJ und FÖJ. Trotzdem gibt es Probleme.
1 Kommentar

Quantität ist nicht gleich Qualität

08.02.2012
Wir freuen uns über die hohe Bereitschaft, sich im Rahmen eines geregelten Freiwilligendienstes zu engagieren. Trotzdem muss der Bundesfreiwilligendienst nicht direkt ausgebaut werden.


Nur scheinbare Erfolgsmeldung

24.01.2012
Auf den ersten Blick erscheinen die Zahlen zu den abgeschlossenen Bundesfreiwilligendienst-Verträgen erfreulich. Allerdings heißt Quantität nicht gleich Qualität.


Gargs Kritik am Bundesfreiwilligendienst heuchlerisch

02.08.2011
Ich finde es verwunderlich, dass der schleswig-holsteinische Landessozialminister Heiner Garg (FDP) nun Kritik am Bundesfreiwilligendienst übt. Als regierendes Mitglied einer schwarz-gelben Landesregierung hätte er die Möglichkeit gehabt, Einfluss auf die Planungen zum Bundesfreiwilligendienst zu nehmen.


Bundesfreiwilligendienst: Zickzack-Kurs statt Gesamtkonzept

01.08.2011
Die niedrigen Bewerberzahlen im Bundesfreiwilligendienst (BFD) sind keine Überraschung. Diesen Dienst hat die schwarz-gelbe Bundesregierung hektisch als Lückenfüller für den wegfallenden Zivildienst konzipiert.


Sozialarbeit ohne Zivildienst?

11.07.2011
Bürgerhaus Glinde - Wie kann Sozialarbeit nach dem Wegfall des Zivildienstes organisiert werden? Das fragten sich die Seniorenbeiräte Südstormarns und hatten sich zu dieser Frage kompetente Gäste eingeladen. Direkt im Anschluss an den letzten Sitzungstag des Bundestages vor der Sommerpause kamen die Bundestagsabgeordneten Norbert Brackmann (CDU), Dr. Christel Happach-Kasan (FDP) , Dr. Konstantin von Notz (Grüne) und Sönke Rix (SPD) ins Glinder Bürgerhaus.


Fehlstart für Bundesfreiwilligendienst

01.07.2011
Kein guter Start für den Bundesfreiwilligendienst: 35.000 Freiwillige wollte die Bundesregierung für den neu konzipierten Dienst gewinnen – nun sind es erheblich weniger, die Angaben schwanken zwischen 200 und 1000.


Zu kurz gesprungen

11.04.2011
Am Freitag wird aller Voraussicht nach das Gesetz zur Einführung eines Bundesfreiwilligendienstes den Bundesrat passieren.


Bundesfreiwilligendienst ist der falsche Weg

24.03.2011
Der Bundesfreiwilligendienst, der zum 1.7. 2011 starten soll, wurde als „Lückenfüller“ für den wegfallenden Zivildienst konzipiert. Die Infrastruktur im sozialen und pflegerischen Bereich stand bei den Überlegungen für einen Bundesfreiwilligendienst klar im Vordergrund – und nicht die jungen Menschen.


Bundesfreiwilligendienst: Gefahr von Freiwilligendiensten „erster und zweiter Klasse“

15.03.2011
Wird ein Bundesfreiwilligendienst zum 1. Juli eingeführt, sehen Expertinnen und Experten einhellig die Gefahr von Doppelstrukturen sowie einer Ungleichbehandlung der verschiedenen Freiwilligendienste.




Soenke2015

Aktuell

Ein bewegtes Jahr

13.12.2017
2017 war ein bewegtes Jahr. Auch wenn man das Gefühl haben konnte, es hätte im Wesentlichen aus Landtags- und Bundestagswahlen bestanden, haben wir in Berlin doch noch einiges geschafft.


Petition gegen Kriminalisierung von Ärztinnen und Ärzten

12.12.2017
Heute Morgen habe ich gemeinsam mit Kollegen aus dem Deutschen Bundestag die Unterschriften von mehr als 150.000 Menschen entgegengenommen, die sich für die Abschaffung von § 219a des Strafgesetzbuches (StGB) einsetzen.




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